Du machst gutes Design – aber sehen es auch die richtigen Menschen? Kurzvideos auf Instagram und TikTok können dir helfen, deine Arbeit bekannter zu machen, Expertise zu zeigen und neue Kund zu erreichen. Dafür musst du weder Trends hinterherlaufen noch täglich vor der Kamera stehen.
Warum Kurzvideos für Designer interessant sind
Auf Social Media konkurriert deine Arbeit mit unzähligen anderen Inhalten. Ein schönes Endergebnis allein reicht deshalb nicht immer aus, um Aufmerksamkeit zu gewinnen. Ein Kurzvideo kann mehr zeigen: die Idee hinter einem Entwurf, eine gestalterische Entscheidung oder den Weg von einem Problem zur Lösung.
Dabei geht es nicht darum, möglichst viele Aufrufe zu sammeln. Ein Video für die richtige Zielgruppe kann wertvoller sein als ein viraler Clip ohne Bezug zu deinem Angebot. Frag dich deshalb vor dem Dreh: Wen möchte ich erreichen? Was beschäftigt diese Menschen? Und was können sie aus meinem Video mitnehmen?
1. Starte mit einer Frage, die neugierig macht
Die ersten Sekunden entscheiden oft darüber, ob jemand dranbleibt oder weiterscrollt. Ein guter Einstieg – die sogenannte Hook – macht sofort klar, worum es geht, und weckt gleichzeitig Neugier.
Statt einfach den fertigen Logoentwurf einzublenden, könntest du beispielsweise beginnen mit: „Dieses Logo funktioniert nicht. Kann ich es mit drei Änderungen retten?“ So ist der Kontext verständlich und die Zuschauermöchten wissen, wie die Lösung aussieht.
Dafür kannst du mit Bild, Text und Ton arbeiten. Wichtig ist, dass dein Einstieg ein Versprechen gibt, das dein Video auch einlöst.
2. Zeig, was hinter deiner Arbeit steckt
Dein Arbeitsalltag liefert mehr Themen, als du vielleicht denkst. Welche Frage stellen dir Kund:innen immer wieder? Welcher kleine Gestaltungsfehler hat eine große Wirkung? Warum hast du dich für eine bestimmte Schrift oder Farbwelt entschieden?
Solche Einblicke machen dein Fachwissen greifbar. Sie zeigen nicht nur, was du gestaltest, sondern auch, wie du denkst und Probleme löst. Gerade das kann bei potenziellen Kund:innen Vertrauen schaffen.
Ein möglicher Ansatz: Nimm eine typische Frage aus deinem letzten Projekt und beantworte sie in einem einzigen kurzen Video. Du brauchst dafür keine große Story – ein klares Thema ist oft der bessere Anfang.
3. Fang an, bevor alles perfekt ist
Als Designer:in fällt es nicht immer leicht, etwas Unfertiges zu veröffentlichen. Doch für dein erstes Kurzvideo brauchst du kein Studio und keine teure Kamera. Ein Smartphone, gutes Licht und verständlicher Ton genügen häufig.
Viel wichtiger ist, dass du einen Ablauf findest, den du im Alltag durchhalten kannst. Starte beispielsweise mit einem Video alle zwei Wochen, probiere unterschiedliche Einstiege aus und beobachte, welche Inhalte Resonanz erzeugen. Mit jedem Dreh werden Planung, Aufnahme und Schnitt leichter.
Kurzvideos sollen kein zusätzlicher Perfektionswettbewerb werden. Sie sind eine Möglichkeit, mit Menschen ins Gespräch zu kommen, die deine Arbeit sonst vielleicht nie entdeckt hätten.
Noch mehr Praxis im AGD-Webinar
Wie wird aus einer Idee ein Video, das bis zum Ende angeschaut wird? Welche Rolle spielt der Algorithmus? Welche Schnitt-Tools eignen sich für den Einstieg – und wie lässt sich Kurzvideo-Content in einen vollen Arbeitsalltag integrieren?
Diese und weitere Fragen behandelt das AGD-Webinar „Kurzvideos für Kreative: Sichtbar werden, ohne zum Influencer zu werden“ mit Colin Zimmermann. Du erfährst, worauf es bei Konzeption, Aufbau und Umsetzung ankommt.
Jetzt den Webinar-Mitschnitt ansehen
Mehr über Colin Zimmermann und seine Arbeit bei Laicos Media erfährst du auf laicosmedia.de.